Frankfurter Rundschau-Interview mit Adrian Koerfer

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Offener Brief an Ines Pohl, Chefredakteurin der ‚taz‘

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Presse soll Missbrauch gedeckt haben

Das berichtet Echo-Online am 9. Juli 2013:

Echo_Online_2013_0709_Presse_soll_Missbrauch_gedeckt_haben (PDF)

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Missbrauchsbeauftragter startet Hilfeportal Sexueller Missbrauch

www.hilfeportal-missbrauch.de

Ein neues Online-Angebot bietet von sexueller Gewalt Betroffenen, Angehörigen und Fachkräften Informationen zu Beratung, Hilfen und Fragen der Prävention. Eine Datenbank unterstützt bundesweit die Suche nach spezialisierten Beratungs- und Hilfsangeboten vor Ort. Das Hilfeportal ist spezifisch auf die Thematik des sexuellen Kindesmissbrauchs ausgerichtet und übernimmt eine Lotsenfunktion für das gesamte Bundesgebiet.

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Presseerklärung von GLASBRECHEN e.V. zur Preisvergabe des Theodor-Heuss-Preises an Daniel Cohn-Bendit am 20. April 2013 in Stuttgart

Große Klappe, offener Hosenlatz – und nichts dahinter?

Der Vorstand von „Glasbrechen e.V. – für die Opfer der sexualisierten Gewalt an der Odenwaldschule“, die ehemalige Schulleiterin, Frau Margarita Kaufmann und die beiden Aufklärerinnen der Verbrechen, Frau Präsidentin des OLG Frankfurt a.D., Brigitte Tilmann wie auch Frau RAin Claudia Burgsmüller, sind entsetzt über das Festhalten der Theodor-Heuss-Stiftung an ihrem umstrittenen Vorhaben, Daniel Cohn-Bendit den Preis für dessen „Zivilcourage“ am 20. April zu überreichen. Weiterlesen

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Zur Preisvergabe des Theodor-Heuss-Preises an Daniel Cohn-Bendit am 20. April 2012 in Stuttgart

Der Vorstand des Vereins Glasbrechen e.V., die ehemalige Leiterin der Odenwaldschule, Margarita Kaufmann, und die beiden von ihr 2010 mit der Aufklärung der Verbrechen an der Internatsschule beauftragten Juristinnen, Brigitte Tilmann und Claudia Burgsmüller, möchten mit diesem Schreiben ihre Empörung ausdrücken über das Festhalten der Theodor-Heuss-Stiftung an ihrem Vorhaben, Daniel Cohn-Bendit am 20. April 2013 den Theodor-Heuss-Preis zu überreichen. Weiterlesen

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Bundestag will Rechte von Missbrauchsopfern stärken

Der kleinste gemeinsame Nenner unserer Regierung. Immerhin! Endlich vorgesehen. Nachträglich. Weiterlesen

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Ministerin: Brandenburg beteiligt sich nicht an Missbrauchsfonds

Dringliche Korrektur. Das Land Brandenburg hat sich mit der wirklich sagenhaften Begründung entzogen, es handele sich hier WÖRTLICH um ein Zukunftsthema. Siehe unten. Die familiären Opfer haben keine Ansprechpartner, sie stehen noch viel vereinzelter in Räumen, ihnen sollte der Opferfonds in erster Linie helfen.

Jedes vierte Mädchen, jeder achte Junge? Ungefähr fünf bis sieben Millionen noch lebende Opfer päderastischer Verbrecher? Ein Zukunfsthema? So wie der Flughafen Berlin-Brandenburg?

Macht nur so weiter. Lange bezahlen wir Euch nicht mehr.

Adrian Koerfer
Vorsitzender Glasbrechen e.V.

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Wir fordern:

Eine Kugel im Flipper
Protokoll: Missbrauchsopfer Adrian Koerfer, 57, über den beschämenden Umgang mit den Opfern sexueller Gewalt

Wow, habe ich damals gedacht. Endlich tut sich was. Im März 2010, als Pater Mertes den Missbrauch im Canisius-Kolleg thematisierte, als das Schweigen an der Odenwaldschule gebrochen wurde, als sich Zöglinge der Internatsschule Kloster Ettal und die Schutzbefohlenen der Regensburger Domspatzen äußerten, als Schriftsteller und Musiker Mut fanden, über den an ihnen begangenen pädosexuellen Missbrauch zu sprechen.
Damals, vor drei Jahren, habe ich in der „Süddeutschen Zeitung“ einen Satz gelesen. Der Pädagogik-Professor Hartmut von Hentig sprach über seinen Freund Gerold Ummo Becker den einstigen Rektor der Odenwaldschule, meinen früheren Lehrer. Wenn überhaupt, wurde Hentig zitiert, dann sei Becker von einigen wenigen Schülern verführt worden. So nicht, dachte ich. Nicht mehr mit mir. Auch ich beschloss, zu reden.
Drei Jahre sind seitdem vergangen. Drei Jahre, in denen ich jeden einzelnen Tag dem Kampf gegen das Vertuschen, das Verleugnen, das Verwischen und Beschönigen der päderastischen Verbrechen gewidmet habe. Mit meinem Namen. Mit meinem Bild in der Zeitung.
Seit drei Jahren lebe ich nun mit dem Gefühl, erkannt zu werden, wenn ich in die U-Bahn steige, in den Zug, ins Flugzeug. Erkannt als etwas, was wir in den Augen vieler noch sind: Beschmutzt, fäkalisiert und der unausgesprochenen Frage ausgesetzt „warum habt ihr euch denn nicht gewehrt?“.
Am Anfang sah es so aus, als könnte sich dieser Preis lohnen. Es gab sehr bald den „Runden Tisch“ in Berlin, es wurden Expertenteams gebildet, Arbeitsgruppen gegründet, mit Christine Bergmann eine unabhängige Missbrauchsbeauftrage eingesetzt, die ihre Arbeit aufopferungsvoll und emphatisch wahrnahm.
Und heute? Schachern der Bund und die Länder immer noch ums Geld für die Entschädigung. Stellen wir, die Betroffenen und die Opferverbände, enttäuscht fest, dass in drei Jahren praktisch nichts zu unseren Gunsten entschieden wurde. Noch immer gibt es kein Gesetz, das die Verjährungsfrist bei pädosexuellem Missbrauch verlängert. Noch immer ist die Stelle des unabhängigen Missbrauchsbeauftragten mit eigenem Etat nicht verbindlich gesichert. „Ich finanziere Sie ja“, sagte die zuständige Ministerin Kristina Schröder vergangene Woche am Runden Tisch zu dem Beauftragen Johannes-Wilhelm Röhrig. Etwa nach dem Motto: Was wollen Sie mehr?
Ich fühle mich wie die Kugel im Flipperspiel der Bundespolitik. Hört man uns noch? Will man uns überhaupt noch hören? Oder ist unser Anliegen immer noch oder schon wieder zu schmutzig, um sich damit auseinanderzusetzen? Vielleicht befürchten einige Politiker Ansteckungsgefahr. Beschmutzungsgefahr.
Im Jahr 2010 empfahl der Becker-Freund Hentig eine Strategie des Aussitzens. Zwei Jahre vielleicht, dann sei alles vorbei. Nicht mit uns. Die Vertuscher dürfen nicht gewinnen!
Spiegel Nr. 9/2013

Die Opfer pädosexueller Verbrechen in Heimen, Internaten, Sportvereinen etc. und Familien sind nach wie vor schwer enttäuscht von der Geschwindigkeit der Berliner Politik. Wir alle – unisono – beklagen den Umstand, dass seit drei Jahren faktisch und praktisch nichts zu unseren Gunsten entschieden wurde.

Wir konstatieren (konsterniert), dass die (unnötig vielen beteiligten) Bundesministerien zugeben, selbst immer noch am Anfang der Aufarbeitung wie der opferbezogenen Gesetzgebung zu stehen. Von der dringend notwendigen Ermöglichung von opfergerechten Anlaufstellen usw. ganz zu schweigen.

Stichwort: Schweigen. Einen Tag vor dem vom UBSKM veranlassten „Bilanztreffen des Runden Tisches der Bundesregierung“ liess Frau Schröder/Herr Schäuble verlauten, die Euro 50 Mio von Bundesseite zugunsten der Opferhilfe (u.a. für vom familiären Missbrauch Betroffene) könnten eventuell auch ohne das „matching“ seitens der Länder angewiesen werden… Unglaublich! Nur Bayern und Brandenburg – das reichste und das ärmste Bundesland – haben sich bislang opferempathisch gezeigt. Dazwischen klafft die grosse, vermeintlich klamme Lücke! In einem der reichsten Länder dieser Welt.

Wir fordern: eine zweite und dritte Lesung der Gesetze bzgl. Veränderung der Verjährung im Zusammenhang mit pädosexuellem Missbrauch noch in dieser Legislaturperiode. (Zeit dazu war zur Genüge vorhanden. Jetzt allerdings gibt es nur noch drei Plenarsitzungen des Parlaments, bis der „stall“ des Wahlkampfes wieder greift.) Die Veränderung der gesetzlichen Vorgaben – zivil-, wie strafrechtlich – hat unserer Meinung nach übrigens auch präventiven Charakter.

(Inside: offenbar hat das FDP-Mitglied im Rechtsausschuss die Gesetzesvorlagen bis dato blockiert. Aus Ressentiments gegenüber der Justizministerin. So funktioniert Politik heutzutage.)

Wir fordern, nach dem entsetzlichen Geeire der politisch Verantwortlichen bis dato: eine langfristige Übernahme der Verantwortung seitens des Bundes für das Thema Kindesmissbrauch.

Wir fordern: eine rechtliche Verankerung der Stelle eines unabhängigen Beauftragten/einer unabhängigen Beauftragte bei der Bundesregierung, analog zu den Positionen beispielsweise eines Datenschutzbeauftragten oder eines Wehrbeauftragten. (Es gibt in Deutschland mehr Opfer sexueller und pädosexueller Gewalt als Soldaten (von der Schnittmenge hier mal ganz abgesehen…)

Wir fordern: die Einrichtung eines vom Parlament berufenen Fachbeirats und die Möglichkeit für den Unabhängigen Beauftragten, einmal pro Legislaturperiode vor dem Bundestag zu berichten.

Wir fordern: die strukturierte, institutionalisierte Verankerung der Beteiligung von Betroffenenvertretern bei der dann hoffentlich unabhängigen Stelle eines Missbrauchsbeauftragten/einer Missbrauchsbeauftragten und einen eigenen Etat für diese wichtige (Anlauf)-Stelle.

Damit nicht mehr passiert, was neulich im Rahmen des BIlanz-Treffens „Runder-Tisch“ zu hören war, als die Minsterin Schröder (mit weißer Weste angerauscht, übrigens) zum UBSKM, Herrn Rörig sagte: „Ich finanziere sie ja“. So nach dem Motto: was wollen Sie mehr?

Wir wollen deutlich mehr, jetzt noch, in dieser Legislaturperiode, und später auch. So sind wir halt, die an zwei Händen abzuzählenden, öffentlich auftretenden Opfervertreter der über viele Generationen sexuell Missbrauchten unserer Republik.

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Opferverein kritisiert SPD-Fete in der Odenwaldschule

aus dem Darmstädter Echo vom 02.02.2013:

HEPPENHEIM. Als „schamlose Absurdität“ hat der Vorsitzende des Opfervereins „Glasbrechen“, Adrian Koerfer, die Neujahrsfeier der SPD in der Aula der Odenwaldschule (OSO) bezeichnet, bei der auch die derzeitige Schulleiterin gesprochen habe.
An die Missbrauchsopfer sei dabei mit keinem Wort erinnert worden. Stattdessen habe die SPD verdiente Mitglieder geehrt und gesungen.
„Das ist zweifelsohne ein Affront gegenüber den Opfern“, schreibt Koerfer in einem Brief an den Vorsitzenden des Trägervereins, den früheren Heppenheimer Bürgermeister Gerhard Herbert (SPD), der die Feier organisiert haben soll.
Er sei fassungslos, schreibt Koerfer, zudem entsetzt „über die Unfähigkeit zu Sensibilität ihrer Partei“. Koerfer fordert „schnellstens Aufklärung“.

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